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Unter diesem Namen geben wir Ihnen auf Anfrage aktuelle Informationen zu technischen Unterschieden einiger Medizinprodukte zur Therapie von Gefäßerkrankungen, zu den Einsatzmöglichkeiten der verschiedenen Gerätesysteme, zum Kosten-Nutzenverhältnis und vielem anderen mehr.

Für Fachhändler, Selbsthilfegruppen und Angehörige der Heilberufe bieten wir Seminare und Schulungen zum Selbstkostenpreis an.


NewsletterWinter2013
  Newsletter für Patienten, Ärzte, Therapeuten
Winter 2013/2014

 

 

 

Zur Behandlung einiger Gefäßerkrankungen werden von Fachärzten oft Kompressionsstrümpfe und/oder Kompressionstherapie-Geräte verordnet. Bei diesen Medizinprodukten handelt es sich um so genannte Hilfsmittel, die der Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkassen unterliegen. Dazu hier wieder einige Informationen:

Auszüge aus den Hilfsmittelrichtlinien:

(Hilfsmittel-Richtlinie Stand: 21. Dezember 2011/15. März 2012)

§ 6 Allgemeine Verordnungsgrundsätze

(1) Die Vertragsärztinnen und Vertragsärzte treffen die Verordnung von Hilfsmitteln nach pflichtgemäßem Ermessen innerhalb des durch das Gesetz und diese Richtlinie bestimmten Rahmens, um den Versicherten eine nach den Regeln der ärztlichen Kunst und dem allgemein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche Versorgung mit Hilfsmitteln zukommen zu lassen. Die Vertragsärztinnen und Vertragsärzte stellen sicher, dass für sie tätig werdende Ärztinnen und Ärzte diese Richtlinie kennen und beachten.

(3) Die Notwendigkeit für die Verordnung von Hilfsmitteln (konkrete Indikation) ergibt sich nicht allein aus der Diagnose. Unter Gesamtbetrachtung (ICF) der funktionellen/strukturellen Schädigungen, der Beeinträchtigungen der Aktivitäten (Fähigkeitsstörungen), der noch verbliebenen Aktivitäten und einer störungsbildabhängigen Diagnostik sind

- der Bedarf,

- die Fähigkeit zur Nutzung,

- die Prognose und

- das Ziel

einer Hilfsmittelversorgung auf der Grundlage realistischer, für die Versicherte oder den Versicherten alltagsrelevanter Anforderungen zu ermitteln. Dabei sind die individuellen Kontextfaktoren in Bezug auf Person und Umwelt als Voraussetzung für das angestrebte Behandlungsziel (§ 3 Absatz 1) zu berücksichtigen.

(6) Zwischen mehreren gleichermaßen geeigneten und wirtschaftlichen Hilfsmitteln haben die Versicherten die Wahl. Wünschen der Versicherten soll bei der Verordnung und Auswahl der Hilfsmittel entsprochen werden, soweit sie angemessen sind. Wählen Versicherte Hilfsmittel oder zusätzliche Leistungen, die über das Maß des Notwendigen hinausgehen, haben sie die Mehrkosten und dadurch bedingte höhere Folgekosten selbst zu tragen.

§ 7 Inhalt der Verordnung

(3) Bei der Verordnung eines Hilfsmittels, das im Hilfsmittelverzeichnis aufgeführt ist, kann entweder die Produktart entsprechend dem Hilfsmittelverzeichnis genannt oder die 7-stellige Positionsnummer angegeben werden. Das Einzelprodukt (bezeichnet durch die 10-stellige Positionsnummer) wird grundsätzlich vom Leistungserbringer nach Maßgabe der mit den Krankenkassen abgeschlossenen Verträge zur wirtschaftlichen Versorgung mit der oder dem Versicherten ausgewählt. Hält es die verordnende Ärztin oder der verordnende Arzt für erforderlich, ein spezielles Hilfsmittel einzusetzen, so bleibt es ihr oder ihm freigestellt, in diesen Fällen unter Verwendung der 10-stelligen Positionsnummer eine spezifische Einzelproduktverordnung durchzuführen. Eine entsprechende Begründung ist erforderlich. Satz 4 gilt für die Verordnung von Hilfsmitteln, die nicht im Hilfsmittelverzeichnis aufgeführt sind, entsprechend.


NewsletterHerbst2013
  Newsletter für Patienten, Ärzte, Therapeuten
Herbst 2013

 

 

 

Zur Behandlung einiger Gefäßerkrankungen werden von Fachärzten oft Kompressionsstrümpfe und/oder Kompressionstherapie-Geräte verordnet. Bei diesen Medizinprodukten handelt es sich um so genannte Hilfsmittel, die der Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkassen unterliegen. Dazu hier einige Informationen:

 Hilfsmittel im Sozialgesetzbuch (Auszug aus: SGB V § 33)

„Versicherte haben Anspruch auf Versorgung mit Hörhilfen, Körperersatzstücken, orthopädischen und anderen Hilfsmitteln, die im Einzelfall erforderlich sind, um den Erfolg der Krankenbehandlung zu sichern, einer drohenden Behinderung vorzubeugen oder eine Behinderung auszugleichen, soweit die Hilfsmittel nicht als allgemeine Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens anzusehen oder nach § 34 Abs. 4 ausgeschlossen sind.“

Patientenrechtegesetz

Seit Anfang 2013 gilt ein erweitertes Recht für Patienten gegenüber ihren Krankenversicherungen. So müssen diese die Anträge auf Hilfsmittelverordnungen innerhalb 3 Wochen bearbeitet haben. Sollte in Einzelfällen der medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) eingeschaltet werden, weil die Sachbearbeiter nicht alleine entscheiden dürfen oder können, dürfen 5 Wochen nicht überschritten werden. Zudem müssen Sie als Patient von Ihrer Kasse schriftlich darüber informiert werden, wenn der Vorgang längere Zeit in Anspruch nimmt.

Hält die Krankenkasse diese gesetzlichen Bedingungen nicht ein, so dürfen Sie sich das verordnete Hilfsmittel selbst beschaffen und der Kasse die Kosten in Rechnung stellen.

GKV

Die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) unterliegen der Leistungspflicht, wenn alle im Sozialgesetzbuch, in den Hilfsmittelrichtlinien und dem Hilfsmittelverzeichnis geforderten Voraussetzungen erfüllt sind. Sollte Ihre Krankenversicherung die Leistung dennoch verweigern oder bewusst verzögern, so kann rechtliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

 

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